KI hält zunehmend Einzug in die Kunst: Apps erzeugen Gemälde, KI komponiert Musik, und Chatbots schreiben Gedichte.
Der Vortrag setzt sich mit der Frage auseinander, ob KI tatsächlich Kunst schaffen kann bzw. ob es einen wesentlichen „menschlichen Faktor“ bei der Kunstproduktion gibt. Catrin Misselhorn stellt Thesen aus ihrem Buch „Künstliche Intelligenz – das Ende der Kunst?“. Sie betrachtet vor dem Hintergrund der wachsenden Fähigkeiten der KI traditionelle Konzepte der Kunsttheorie neu, etwa die Kunstdefinition und die Rolle von Autorschaft.
Es wird argumentiert, dass Autorschaft eine notwendige Bedingung dafür ist, dass etwas ein Kunstwerk ist, welches Kunstwerk es ist und welchen Wert ihm als Kunstwerk zukommt. Autorschaft lässt sich wiederum auf ästhetische Verantwortung zurückführen.
Obwohl KI als ästhetischer Akteur fungieren kann, kann sie keine ästhetische Verantwortung tragen. Daher kann sie weder allein noch in Zusammenarbeit mit Menschen Autorin von Kunstwerken sein.
Allerdings ist KI in der Lage „Fake-Art“ zu produzieren, also Objekte, die in ihren wahrnehmbaren Eigenschaften nicht von Kunstwerken zu unterscheiden sind. Der Vortrag schließt mit der Frage, wie sich das massive Auftreten von KI-generierter Fake-Art auf die Kunstpraxis auswirkt.
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